Back to the roots

Six Bricks ist eine weltweilt eingesetzte lernergänzende Methode. Mittlerweile nutzen diese haptische Anwendung viele tausende zertifizierte TrainerInnen auf allen Kontinenten in über 80 Ländern. Für Care of Education/ Johannesburg ist dieser Wachstum aufbauend auf 6 gleichgroßen Bausteinen alle 3 Jahre eine Konferenz in Südafrika wert. Eingeladen waren alle Landesleiter Anfang März in einer Spa-Unterkunft nahe Johannesburgs.

Aufregend ist es immer, wenn sich Six Bricks Nationalleiter aus so unterschiedlichen Kulturen und Lernumgebungen treffen. Spannend waren für uns auch die Konferenzthemen und auch die Art und Weise, wie es präsentiert wurde.

Dabei gab der Titel der Konferenz – Sondela – einen ersten Hinweis auf das Hauptziel: mitteilende Gemeinschaft, die sich bewegt bzw. etwas bewegt.

Ein kreativer Einstieg (selbst erstellte Lego-Namensschilder mit ausreichend kreativem Spiel- und Erzählraum) begleitet von einer Holz Xylophon-Combo, die landestypische Rythmen zur Einstimmung spielte.

Die Konferenztage selbst waren sehr abwechslungsreich gestaltet, so dass verschiedene Erwartungen gestillt wurden: emotionale Verbundenheit (Six Bricks Sondela Song (hier zu finden auf YouTube), Podiumsdiskussionen, jede Menge Aktivitäten in großen und kleinen Gruppen, Spaß und Austausch über ernsthafte Themen. 

Was ist Six Bricks?

Wie oft bekomme ich diese Frage gestellt und zu oft beantworte ich dies aus meiner Anwendungssicht. Auf der Konferenz ist mir klar geworden, wie unterschiedlich die Anwendung der Aktivitäten rund um die sechs Bausteine sein kann:

  • Im Kita- und Vorschulbereich reden wir über Vorläuferfähigkeiten
  • Im Grundschulbereich über das Trainieren von grundsätzlichen Lernkompetenzen und der konkreten Anwendung in Lektionen
  • In der weiterführenden Schulform gibt es Anwendungsfelder und teilweise metaphorische Anwendbarkeit (auch als Reflektionstool)
  • In der Arbeit mit Senioren/Seniorinnen geht es um Aktivierung von Kognition und Motorik

Soweit zu meinen eigenen Erfahrungsfeldern. Wie wird diese Frage jedoch beantwortet im Umgang mit Hochbegabten oder stark unterstützungsbedürftigen Lernenden? Welche Anwendungen gibt es konkret im Bereich Sprachförderung, Psychomotorik oder Einzelcoaching? Welche Antworten bietet Six Bricks konkret für den Lehrplan verschiedener Schulformen oder andere Lernsituationen? Welche Hilfen kann Six Bricks bieten für Kinder, Teenager, Eltern oder anleitende Fachkräfte?

Wenn ich jetzt an die teilnehmenden der Konferenz denke, stelle ich fest, wie lückenhaft sogar meine jetzige Aufzählung ist.

Gerade jetzt mit dem erweiterten Trainer- und Leitungsteam für Six Bricks gilt es, vieles meiner bisher verschriftlichen Erkenntnisse neu zu formulieren. Ja, es bleibt bestehen, nach wie vor handelt es sich um sechs gleichgroße Bausteine in sechs unterschiedlichen Farben. Da die Einsetzbarkeit jedoch so vielfältig ist, braucht es passende einfache Erklärungen aus der Sicht der Anwendenden. 

Deshalb auch meine Frage an Dich als Leser:

Wo konkret setzt Du Six Bricks ein? (Altersgruppe/ Lernsituation)

Welche Erfahrungen machst Du im Einsatz?

Welche neuen Ideen hast Du entwickelt im Einsatz?

Es würde mich wirklich freuen, Rückmeldungen zu bekommen.

Es wird glaube ich sichtbar, was so eine Konferenz alles auslösen kann. Die Aktivitäten sind eine Seite, der jeweilige Transfer in verschiedene Anwendungsbereiche jedoch auch eine Herausforderung.

Ein kleiner stimmungsvoller Einblick in diese Konferenz ist im folgenden YouTube Video zu sehen: Video

Aktivität: 6B Chaos

Ich möchte Dich als Leser jedoch auch entlassen mit einer einfachen Aktivität, die ich in der Konferenz (neu) kennen gelernt habe: 6B Chaos (ihr dürft es gerne umbenennen):

Grundlage dieser Aktivität ist das Spiel Schere – Stein – Papier (in seiner Grundform, ohne Düsenjäger, Atomraketen und Brunnen…).

Alle Teilnehmenden habe ihren Six Bricks Stapel dabei, wobei die Farbe Rot nach ganz unten kommt (die restliche Farbanordnung ist unerheblich!).

Jede Person sucht sich nun einen Gegner und spielt 1! Runde Schere – Stein – Papier.

Gewinner: der rote Stein geht im Stapel eine Position höher

Verlierer: der rote Stein bleibt unten im Stapel bzw. wird wieder nach ganz unten gesetzt

Gleichstand: nichts bewegt sich, außer dass die Kontrahenten sich einen neuen Gegner suchen.

Wer Rot durch mindestens 5 Siege nach oben gebracht hat, qualifiziert sich für das Finale. Dies kann je nach Gruppengröße (bei uns waren es 80 Teilnehmende, so haben wir 8 Finalisten auf die Bühne gestellt) variieren, jedoch müssen es mindestens 2 sein. Diese tragen dann das Finale nach dem Modus: Best of 3 aus.

Ich freue mich sehr über Erlebnisberichte. Bis dahin viel Spaß mit Six Bricks.