Referentenalltag
bedeutet für mich: Sicherheit im Thema und geklärter Arbeitsauftrag trifft auf unbekannte Gruppe von Teilnehmenden. Mehr als fünf Stunden Autofahrt sollten doch ausreichend sein, um die Nervosität abzulegen. Bei mir liegt auch am Seminartag immer noch eine gute Aufregung in der Luft. Bei meinem schwach entwickelten Orientierungssinn gehe ich sogar beim Reintragen der Materialien schon mal in einem Gebäude verloren. Das hört sich witzig an, kostet mich jedoch weitere Zeit und hilft tatsächlich nicht beim Abbau von Lampenfieber. Eine Stunde Aufbauzeit, alles steht, alles funktioniert (die Technik jedenfalls noch bis zu diesem Moment) und schon treffen die ersten Teilnehmenden ein.
Ich bin kein sehr guter Smalltalker und schaue oft den Verantwortlichen gut zu, wie eine solche Begrüßung auch noch gut gestaltet werden kann. Der Raum füllt sich und ich werde kurz vorgestellt (dabei belasse ich es tatsächlich auch). In Essenbach hatte ich zusätzlich noch Markus Stäuble als Hospitant dabei, welcher erst gut ein viertel Jahr vorher diese Schulung online erlebt hat.


Einstieg mit einer einfachen Aktivität:
Richtig Werfen. Dies geschieht immer erst einmal als individuelle Übung mit einigen Varianten, bevor ich dies zu einer Partnerarbeit ausweite. Schon in dieser Anfangszeit kann ich wichtige Six Bricks Spielregeln für eigenmotiviertes und fröhliches lernen zeigen bzw. entdecken lassen: Fehler machen ist erlaubt, gewöhne Dich an das Geräusch der herunterfallenden Bausteine, schnell einsetzende Partizipation durch neue Erweiterungen der Aktivität, Lerntempo anpassen an die Lernenden usw.
Dann ein kurzer Satz von Markus Stäuble: „Jetzt hast Du sie gewonnen“. Ich hielt kurz inne und merkte, wie das Klappern der Steine sich abwechselte mit dem Kichern und Lachen der Übenden. Deshalb liebe ich Präsenzseminare, weil es atmosphärisch menschlich zugeht: Üben und Scheitern, gemeinsames Lernen auf Augenhöhe, Transfer in individuelle Situationen. Langsam werde auch ich entspannter, weil die Gruppe es bereits ist.
Eine Tagesschulung ist echt ein kleiner Marathon, auch mit Durststrecken, und diese ganz sicher nicht nur von Teilnehmenden. Hohe Aufmerksamkeit, Aha-Situationen und begeistertes Mitmachen sind für mich auch harte Seminararbeit, und immer wieder eine Lohnende.
Mein gut geschulter Hospitant hat dies auch bestätigt, indem er sich begeistert über die Präsenz-Atmosphäre geäußert hat. Er ist jetzt noch motivierter, Six Bricks persönlich einzusetzen in seinen Hochschul-Alltag. Eine abschließende neue Aktivität hat nochmals für richtig gute Stimmung gesorgt: Schere-Stein-Papier mit Six Bricks.
Dabei bleibt die ursprüngliche Version des Klassikers erhalten (was gewinnt gegen was, keine weiteren Objekte nötig wie Brunnen, Atomraketen oder ähnliches). Ergänzt wird das Spiel mit dem Six Bricks Stapel als sichtbares Erfolgs-Messgerät. Beim Start haben alle Teilnehmenden Rot an unterster Stelle. Wer als Gewinner aus einem einfachen Duell geht, darf Rot eine Stelle höher im Stapel setzen. Bei großen Gruppen ab 20 Mitspieler sollte dann jeweils ein Gegner gefunden werden, der auf dem gleichen „Level“ ist. Wir haben dann die ersten 8 Personen nach vorne gebeten, die Rot ganz oben haben. Diese haben dann ein Viertel-Halbfinale und Finale vor allen Beteiligten ausgetragen. Die Aktion geht schneller als gedacht. Bei meiner Re-zertifizierung in Südafrika im März diesen Jahren haben wir mit 80 Teilnehmenden keine 15 Minuten gebraucht für diese Vorgehensweise.
Die Stimmung war super, eine neue spielerische Aktivität schnell gelernt und ein neuer Termin gebucht für eine weitere Six Bricks Schulung vor Ort.
Für Six Bricks ist es wirklich hilfreich, eine intensive Einweisung zu bekommen.
Die Einfachheit des Materials ist auch gleichzeitig die große Herausforderung: es ist erklärungsbedürftig. Das dies Spaß macht, interaktiv ist und immer dazu führt, dass Teilnehmende sehr schnell den Transfer in den eigenen Alltag hinbekommen, zeigte auch diese Schulung in Essenbach.
Durch mein eigenes Eingebundensein in den Schulalltag ist die Termin Findung nicht immer ganz einfach, jedoch möglich. Dies liegt zum einen an unterschiedlichen Ferienwochen oder gar Feiertagen und ganz besonders auch an den bereits ausgebildeten Trainern:
- Ines Vinaske in Wolfsburg
- Sandra Koller aus Donaueschingen
- Markus Stäuble aus Ulm
- Erik Heintze und Hans Gruner aus Leipzig
- Bettina Wagner in St. Gallen/ Schweiz
- Doris Luschützky in Graz/ Österreich
Hier sind regional auf jeden Fall viele Terminoptionen möglich.
Folgendes biete ich immer an:
1 x monatlich Online Schnupperworkshops (Dauer 60 min)
1x monatlich Online Level 1 und Level 2 Fortbildungen
1x im Quartal Online: Einstieg ins Programmieren mit Six Bricks für Grundschule
Alle Angebote gehen auch in Präsenz, wenn der Aufwand sich lohnt (speziell Schnupperworkshop) und nach Absprache. Auch sind individuelle Workshops möglich (nach Themen wie: Vorläuferfähigkeiten für Schulanfänger, Konzentrations- und Merkfähigkeitsübungen, Aktivitäten für die sozial-emotionale Kompetenz).
Ich freue mich jedenfalls über jede Möglichkeit, Six Bricks weiter bekannt zu machen und Fachkräfte fort zu bilden. Auf das der Lernspaß zunimmt. Denn mehr als sechs Steine braucht es nicht.

