Mein Engagement in Uganda hat vor 9 Jahren sehr unauffällig begonnen:

In meiner Tätigkeit als Pastor mit dem Schwerpunkt Kinder und Familie reisend unterwegs mit einigen Programmen, unter anderem mit Legoevents, bekam ich eine Einladung einer großen Kirche. Der anfängliche Auftrag, kreative Events für Kinder durchzuführen, führte mich schnell auch in Schulen.

Dort habe ich, in den von mir gezeigten Schulen, mehrere große Nöte entdeckt: überfüllte Klassenzimmer, die teils sehr schlecht ausgestattet waren (u.a. zu wenige Tische und Sitzgelegenheiten für die SuS), ausschließlich frontale Unterweisungen, kaum vorhandene Ausstattung und Hilfsmittel und übermüdete Lernende.

In diese Situation wollte ich gerne etwas kreatives beisteuern, jedoch war ich weder mit dem Schulsystem vertraut, noch hatte ich bis dahin geeignete Ideen. Mit der Entdeckung des Konzeptes Six Bricks im Jahr 2019 änderte sich dies schlagartig: einfaches Material, einfache Aktivitäten, hoch partizipativ und entwickelt in Südafrika, also anwendbar für diesen Kontinent.

Seitdem habe ich unzählige Schulen und Kita´s besucht

Fachkräfte ausgebildet und mit wechselnden Kooperationspartnern Projekte durchgeführt. Fast 3500 Sets Six Bricks sind verteilt, mehrere Trainerinnen ausgebildet und aussichtsreiche Projekte, wie der Start eines Ausbildungszentrums, gestartet worden.

Ein Teil der Wahrheit ist jedoch auch, dass nicht alles Bestand hatte. Anfänglich konnte ich teils 2 Reisen nach Uganda pro Jahr mit meiner Tätigkeit in Deutschland vereinbaren und so Entwicklung anstoßen. Mittlerweile schaffe ich es nur noch ein Mal alle 2 Jahre dorthin und so gehen gute Ansätze und Ideen auch verloren. Ich bin voll davon überzeugt, dass Wille, Einsatzbereitschaft, Kreativität und kulturell passende Ideen von den Mitarbeitenden dort ausreichend selbst erbracht werden kann und wurde. Der ideale Zustand ist eigentlich der, dass unsere Gesichter dort nicht auftauchen müssen.

Dennoch ist für Nachhaltigkeit auch ein gewisser Anteil an Engagement nötig. Ich treffe dort internationale LeiterInnen von Dorf- und Schulprojekten, die seit fast 20 Jahren dort tätig sind. An diesem Punkt sind wir uns jedoch einig..

In diesem Jahr war ein kreativer Rückblick und damit verbundene Neuausrichtung angesagt.

Meine einwöchige Reise war, wie immer, vollgepackt mit Terminen: Ganztagesprojekt an einer Schule (Kampala View Private School von Frank Klein), ein Seminar für Kindergottesdienst Mitarbeitende und eine aktive Gestaltung eines großen Sonntagprogrammes für Kinder zwischen 4-12 Jahre. Zwischendurch Reflektion, Vermitteln neuer Aktivitäten, und gemeinsame Erarbeiten einer Vision für die kommenden Jahre. Selbst im Hotel ist dem Personal ein Lächeln durchs Gesicht gehuscht, da Sie mich nur kannten mit den Six Bricks Sets und schnell hatte ich dort den Beinamen: „Der Legomann“. Das ist in Ordnung, denn ich will ja Lernspaß vermitteln. Und nun wissen sogar diese Angestellten und vor allem mein Team vor Ort: mehr als sechs Steine werden nicht gebraucht.

Dieses Sozialprojekt ist mein persönliches Engagement. Dafür habe ich keinen Verein gegründet noch gibt es eine Organisation dahinter. Meine Versuche, dies mit Six Bricks und der Lego Foundation zu verknüpfen sind gescheitert, da wir mit diesem Engagement einfach zu klein sind. Trotzdem möchte ich noch viele Jahre in Uganda Bildungsarbeit ergänzen. Wenn Interesse besteht, dies zu unterstützen, wäre ich sehr gerne bereit.

Wie kann Unterstützung aussehen?

  • Finanzieren von Six Bricks Materialien für Uganda (das muss ich dann im Koffer transportieren). In Uganda gibt es kein Lego Produkt zu kaufen.
  • Durchführung eines Uganda Abends vor Ort nach Absprache (gerne stelle ich in Bild, Wort und mit Aktivitäten meine Arbeit vor)
  • Mitteilen von Kontakten (Unternehmen oder Organisationen, die bereits in Uganda, meist Kampala arbeiten und Materialien dorthin transportieren)
  • Begleitung bei einer meiner Reisen nach Uganda (wer abenteuerlustig genug ist, chaotischen Verkehr und liebenswürdige Menschen kennen lernen will, kann dabei sein).

Ich freue mich jedenfalls immer, wenn im Bezug auf Six Bricks das Gespräch auch auf Uganda und mein Engagement dort gelenkt wird.